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Bernstein blau

Bernstein blau

 

Bernstein ist ein fossiles Harz, das mindestens 2 Millionen Jahre alt ist. Es ist kein Mineral, sondern ein brennbares Gestein. Bernstein entstand sekundär durch Überlagerung von Baumharz mit Sedimenten. Inzwischen ausgestorbene Baumarten mit starker Harzabsonderung in subtropischem Klima schieden große Mengen von Baumharz ab, die sich durch Wassertransport ansammelten. Nach der Überdeckung durch sich verfestigende Sedimente entwässert dieses Harz durch den Druck der Gesteinsschichten und seine Kohlenwasserstoffe oxidierten und polymerisierten. So entwickelte sich der sehr leichte, doch feste Bernstein. Dieser Vorgang fand zu verschiedenen Erdzeitaltern statt: Perm (vor 225-190 Mio. Jahren), Jura (vor 190-136 Mio. Jahren), Kreide (vor 136-100 Mio. Jahren), Eozän (vor 54-38 Mio. Jahren) und Miozän (vor 26-7 Mio. Jahren). Jüngere Harze von ähnlicher Zusammensetzung werden nicht als Bernstein bezeichnet, sondern als Copal oder Amber. Bernstein wird in Sedimentsschichten gefunden (Abbau im Baltikum, Dominikanische Republik) oder nach Stürmen in der Ostsee an Land gespült, da er aufgrund seine geringen Dichte in Salzwasser schwimmfähig ist.

Bernstein_Rohstein_Litauen_135-1sa Bernstein blau

Bernstein kommt als amorphe Knolle, meistens mit einer rauen Verwitterungskruste überzogen vor. Er ist durchsichtig bis opak und weist eine typische honiggelbe Farbe auf, die auch bräunlich, grünlich, dunkelblau, schwarz, oder rötlich sein kann. Bernstein aus der Dominikanischen Republik hat teilweise blaugrüne Reflexe. Das fossile Harz hat eine hohe Lichtbrechung und kann stark glänzen. Durch Einschluss von submikroskopisch kleinen Bläschen wird er trüber, bei starkem Einschluss kann er weiß werden. Nur etwa 20 % des Bernsteins sind durchsichtig. In klaren Steinen lassen sich oft eingeschlossene und damit konservierte Partikel aus den fossilen Wäldern erkennen. Neben Erd- und Laubpartikeln können Blätter und ganze Tiere eingeschlossen worden sein. Bernstein ist brennbar – sein Name leitet sich vom niederdeutschen Wort börnen = brennen ab. Der gelbe, leicht bearbeitbare Stein wird seit Urzeiten zu Schmuck verarbeitet und als Räucherwerk verbrannt.

 

Farbe

Transparenz

Mineralklasse

Formel

Kristallsystem

gelb, braun, rötlich, grün, blaugrün, schwarz

durchsichtig - undurchsichtig

Organisches Gestein

  Zusammensetzung der organischen verbindungen variiert (Fossile Harze)

amorph

Härte

Dichte

Bruch

Spaltbarkeit

Glanz

1,5 -3

1,05 - 1,10

muschelig

keine

Harzglanz

 

Bernstein ist nicht in Wasser, aber in verschiedenen Lösungsmitteln (Kosmetika, Fleckenmittel, Waschmittel, etc.) löslich. Das fossile Harz ‚altert‘ auf natürliche Weise weiter, er verwittert langsam an der Luft. Dabei wird er im Verlaufe vieler Jahre immer dunkler.
Bernstein wird durch Erhitzen über 100 °C (Kochen) künstlich geklärt. Er wird oft gefälscht (Pressen, Kleben, Kunstharze). Bernstein kann durch einfache Verfahren grob auf Echtheit überprüft werden:

  • Bernstein schwimmt in Salzwasser (roter Bernstein nicht immer), in Süßwasser geht er unter
  • Kunstharz schwimmt in sowohl in Salz-, als auch in Süßwasser
  • Beim Erhitzen (Verbrennen) sondert Bernstein einen charakteristischen Geruch ab, Fälschungen aus Kunstharz stinken ‚chemisch‘.
  • Pressbernsteine und erhitzte Bernsteine können mit diesen Tests nicht entdeckt werden

Baltischer Bernstein wird nach seiner Farbe und Klarheit mit verschiedenen Bezeichnungen gehandelt:

  • Knochen
    weiße, bis blassgelbe- elfenbeinfarbene undurchsichtige Stückedurch submikroskopisch kleine Tröpfchen in wolkiger Einlagerung
  • Bastard
    blassgelbe trübe undurchsichtige Stücke (häufigste Färbung)
  • Flom
    blassgelbe durchscheinende Stücke
  • Klargelb
    gelbe durchsichtige Stücke
    spröder als trüber Bernstein
    auf natürliche Weise aus trübem Bernstein durch Sonnenlichteinwirkung hervorgegangen
  • Brack
    olivgrün bis schwarz verfärbte, undurchsichtige Stücke
    durch Staubeinlagerungen und Pflanzenreste im fossilen Harz
  • Andere Farben
    Oberflächenverwitterung färbt klargelbe Stücke wein- rubinrot
    Oberflächenverwitterung färbt trübgelbe Stücke dunkelgelb bis rotbraun
    Lichtbrechung und eingelagerter Pyrit färbt bläulich
    Grüne Strandfunde werden durch Algeneinlagerungen in feinen Rissen hervorgerufen

 

Nachgesagte Heilwirkungen:

Seelisch

Bernstein bewirkt eine lockere, fröhliche, sonnige Grundeinstellung, ein ‚in den Tag hinein -leben’. Er macht sanft und nachgiebig, aber sehr selbstbewusst. Er regt die Kreativität an und macht Flexibel. Gleichzeitig verstärkt er das Traditionsbewusstsein und erleichtert das Übernehmen alter Werte in einen neuen Zusammenhang.

Körperlich

Bernstein ist ein Stein der Wundheilung. Er hilft bei Leber-, Milz, Magen-, Gallen- und Nierenleiden. Gelenkbeschwerden werden gemildert. Klassisch ist die Erleichterung des Zahnens bei kleinen Kindern. Er verbessert Hautirritationen. Bernstein ist ein ‚Wohlfühlstein’.


Bernstein sollte über längere Zeit auf der Haut getragen werden.
Pflege: einmal wöchentlich unter fließendem Wasser reinigen, mit Hämatit-Ministeinchen entladen und zum Aufladen in die Morgensonne legen.

 


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