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Glimmer

Glimmer

Glimmer bilden eine Mineralgruppe monokliner, pseudohexagonaler Schichtsilikate.

Diese Glimmer Gruppe umfasst eine Reihe komplexer Silikate, die ausgezeichnet spaltbar sind. Man unterscheidet helle und dunkle Glimmer.

Glimmer

Glimmer sind sehr leicht spaltbar, die einzelnen Glimmerplättchen dagegen sind biegsam und elastisch. Der Familienname ‚Glimmer’ leitet sich von dem Glitzern dieser Minerale ab, das Edelmetalle oder Edelsteine vortäuscht. Eisen bewirkt die Farbe der dunklen Glimmer. In Sandgesteinen kommt Glimmer in goldglänzenden Farbtönen vor, weshalb er manchmal für Gold gehalten wird (Katzengold). Glimmer bildet pseudohexagonale Kristalle, die sehr groß werden können – der größte bekannte Kristall hat eine Fläche von 7 m2; meistens kommt Glimmer jedoch in unregelmäßig begrenzten Blättchen oder schuppigen, in das Gestein eingewachsenen Aggregaten vor. Die besonderen Eigenschaften dieses Minerals sind durch den Kristallaufbau dieses komplizierten Schichtsilikats bedingt: die Silikat- Tetraeder sind in einer Schicht pseudohexagonal angeordnet. In ‚Dreischichtgittern’ einer Abfolge von Tetraederschicht, Oktaederschicht und erneuter Tetraederschicht werden einige Silizium Atome durch Aluminium ersetzt. Diese Ionen verbinden die Dreischichtpakete miteinander. Innerhalb der Pakete ist die Bindung sehr stark, was die Elastizität der Plättchen erklärt. Die verbindenden Ionenbrücken lassen sich leicht sprengen, was die leichte Spaltbarkeit der Glimmer bewirkt. Es werden (durch die Zwischenlagen  - Kationen) echte Glimmer, brüchige Glimmer und Glimmer mit einem Mangel an Zwischenlagen unterschieden.

Zu den Glimmern zählen u.a. Biotit, Muskovit, Lepidolith, Fuchsit, Stichtit, Phlogopit, Zinnwaldit und Paragonit.