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Achat

Achat

 

Seit dem Altertum und der Antike werden Achate als Schmucksteine verwendet. Die Siegelzylinder der Babylonier, Skarabäen der Ägypter, Gravursteine der Griechen und Kameen der Römer wurden aus Achat hergestellt. Die dem Stein nachgesagten mystischen Eigenschaften waren so vielfältig wie die lange Verwendungsgeschichte dieses Minerals. Weit verbreitet war in der Vergangenheit der Glaube, ein Achat könnte seinen Besitzer unbesiegbar machen und vor Giften schützen. Auch ein erfolgreicher Einfluss auf die Liebesbeziehung zweier Menschen wurde ihm nachgesagt. In der Astrologie ist der Achat mit dem Sternbild des Stiers verbunden. Achate wurden in der Antike in Persien, Indien und Ägypten abgebaut.

Achat_Sidi_Rahal_KatA1000

Bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts befanden sich die bedeutendsten Achatvorkommen bei Idar-Oberstein. Dort ist bis heute eines der wichtigsten Zentren der Achatindustrie. Achat ist eine Chalcedon – Varietät, damit ein mikrokristalliner Quarz (s. Beschreibung Chalcedon).

Visitenkarte Achat:

Farbe

Transparenz

Mineralklasse

Formel

Kristallsystem

grau, gelb, braun, grünlich, rot, rosa, schwarz

durchscheinend bis undurchsichtig

Oxide / Gerüstsilikate

SiO2  + Al,Ca,Cr,Fe,Mg,Mn,Na,Ni

trigonal

Härte

Dichte

Bruch

Spaltbarkeit

Glanz

7

2,6

muschelig

keine

Glas- bis Fettglanz


Bei der primären Entstehung der Achate werden Hohlräume durch Kieselsäure in Schichten verfüllt. Die 100°C bis 200°C heiße hydrothermale Lösung kühlt sich ab und verfestigt sich. Bei der langsamen Eindickung der Kieselsäure werden mikrokristalline Quarzfasern abgelagert. Die einzelnen Schichten können hauchdünn sein und aus Chalcedon, aber auch Quarzkristallen, hauptsächlich im Zentrum der Ablagerungen, und sogar amorphem Opal bestehen. Durch die wechselnden Schichten entsteht die typische Bänderung der Achate. Die Farben der Achatbänder entstehen durch eingelagerte Metalloxide, hauptsächlich Eisen. Auch weitere Mineralien werden in die Schichtenfolge eingelagert (z.B. Baryt, Goethit, Hämatit, Limonit, Chlorit, Calcit). Achatfundstücke weisen ein typisch knollenförmiges Aussehen auf. Achatknollen sind häufig hohl und von farblosen oder amethystblauen Quarzen ausgekleidet. Achatknollen mit einem Hohlraum in der Mitte werden Geoden-, völlig mit Material ausgefüllte Knollen werden Mandeln genannt.
 

Nachgesagte Heilwirkungen:

Seelisch
Gleichmäßig schalig gebänderte Achate wirken stabilisierend, zentrierend und schützend. Achate mit Bergkristallkern fördern Erinnerungen, auch an lang vergessene Ereignisse, und helfen, sich nach innen zu kehren und Ereignisse aufzuarbeiten. So werden geistige Reife und Konzentrationsfähigkeit gefördert.

Körperlich
Die Wirkung variiert mit Farbe und Signaturzeichnung, doch werden Organe, die auch aus mehreren Gewebeschichten bestehen, verstärkt gefördert und regeneriert. Die Signatur des Steins spielt eine große Rolle.

Die Wirkung entfaltet sich über eine längere Zeit, in der der Stein mit Hautkontakt oder als Trommelstein mit Schutzsteinwirkung dauerhaft in der Tasche getragen werden sollte. Seelische Wirkungen werden durch ruhiges Betrachten der Steine ausgelöst.
Pflege: einmal wöchentlich unter fließendem Wasser reinigen, mit Hämatit-Ministeinchen entladen und zum Aufladen über Nacht in Vollmondlicht legen.